
Sonntag, 18. April 2027
Konzert- und Kongresszentrum Harmonie Heilbronn
Theodor-Heuss-Saal
Beginn: 18:00 Uhr
Dirigent: Alois Seidlmeier
LOBGESANG
Fanny Hensel
Ouvertüre in C
Robert Schumann
Ouvertüre, Scherzo und Finale E-Dur op. 52
Felix Mendelssohn Bartholdy
Sinfonie Nr. 2 op. 52 „Lobgesang“
Felix Mendelssohn Bartholdys „Lobgesang“ ist ein schwer einzuordnendes Werk, das üblicherweise als Sinfonie gezählt wird, von ihm selbst aber als Kantate bezeichnet wurde. Eindeutig ist aber, dass Mendelssohn mit der Anlage des Werks – drei Instrumentalsätzen folgt ein langes, mehrteiliges Chorfinale mit Solisten – sich auf Beethoven und dessen neunte Sinfonie bezieht; insofern steht unsere Aufführung in gewisser Weise noch im Zusammenhang mit dessen Jubiläumsjahr. In einem Brief an seinen Freund Klingmann schrieb Mendelssohn: „Du verstehst schon, dass erst die Instrumente in ihrer Art loben, und dann der Chor und die einzelnen Stimmen.“ Und so wird zu unserem Saisonfinale Lob aus vielen Kehlen durch die „Harmonie“ schallen: „Alles, was Odem hat, lobe den Herrn“ – das gilt zwar zunächst für Sänger und Bläser, aber auch die Streicher werden nach Kräften zu diesem Jubel beitragen!
Die beiden Werke unseres ersten Programmteils sind großartige Entdeckungen: Fanny Hensel, Felix Mendelssohns geliebte Schwester, hatte in Berlin eine Konzertreihe mit dem Namen „Sonntagsmusiken“ ins Leben gerufen, und ihre prächtige Ouvertüre C-Dur entstand für diesen Anlass. Zu Gast in der Leipziger Straße waren bei dieser Gelegenheit auch Clara und Robert Schumann, und so ergänzt der dritte Programmpunkt unseren Konzertabend prächtig: „Ouvertüre, Scherzo und Finale“ entstand im gleichen Jahr wie Schumanns „Frühlingssinfonie“ und ist, wenn man will, eine Sinfonie ohne langsamen Satz. Hier zeigt sich Schumann von seiner charmantesten und gefälligsten Seite: Das unkomplizierte Werk wurde in weniger als vier Wochen in bester Laune, wie Schumann schreibt, komponiert und macht auch dem Publikum von heute noch gute Laune – eine perfekte Vorspeise zum volltönenden Lobgesang!
Die Eintrittskarte gilt ab 3 Stunden vor Veranstaltungsbeginn und danach bis Betriebsschluss als Fahrschein in den Bussen und Bahnen des HNV.
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