
Sonntag, 31. Januar 2027
Konzert- und Kongresszentrum Harmonie Heilbronn
Theodor-Heuss-Saal
Beginn: 18:00 Uhr
Dirigent: Alois Seidlmeier
BEETHOVEN PUR
Ludwig van Beethoven
Violinkonzert D-Dur op. 61
Ludwig van Beethoven
Sinfonie Nr. 5 c-Moll op. 67
Ludwig van Beethoven hatte nicht unbedingt das schönste Leben – kein Glück bei den Frauen, Zeitgenossen, die seine Genialität oft nicht verstanden, und ein fatales Gehörleiden, das ihn schließlich in die Taubheit stürzte. Von Pech geprägt waren auch die Feierlichkeiten zu seinem 250. Geburtstag im Jahre 2020: Durch schlechtes Timing des Weltgeistes fiel dieser Geburtstag bekanntlich in eine Zeit, in der pandemiebedingt nicht nur seine Jubelparty weitestgehend ausfallen musste. Nun, sieben Jahre später, steht das nächste Beethoven-Jahr an, und wir hoffen sehr, dass die Jubiläumsveranstaltungen zu seinem 200. Todestag wie geplant über die Bühnen dieser Welt gehen können.
Man könnte ein solches Jubiläumsjahr auf ganz verschiedene Weise begehen: Ein Konzertprogramm aus kleineren Stücken und Raritäten aus Beethovens Feder zusammenstellen, zeitgenössische Stücke, die auf Beethoven Bezug nehmen, in einem Programm versammeln, oder – weil ohnehin gerade alle Welt Beethoven spielt – das Jubiläum mit Bedacht ignorieren. Wir haben uns für eine andere Lösung entschieden und präsentieren – wenn schon, denn schon! – zwei Werke Beethovens, die zu seinen bekanntesten zählen: Die unvergleichlich persönliche und mitreißende „Fünfte“, die vor Energie, Revolutionslust und Dramatik nur so strotzt, und das betörende Violinkonzert, das zwar zur gleichen Zeit entstanden ist, aber einen ganz anderen Ton anschlägt wie die c-Moll-Sinfonie. Hier herrscht abgeklärte Anmut und Schönheit, und die Vermeidung von geigerischer Effekthascherei wird mehr als aufgewogen durch die heitere, freundliche und überirdisch schöne Tonsprache. Dieser weitgehende Verzicht auf virtuose Akrobatik stand dem Konzert zunächst im Weg, aber spätestens seit der Wiederaufführung durch Felix Mendelssohn und Joseph Joachim, fast vierzig Jahre später, hat sich das Werk als eines der bedeutendsten Violinkonzerte überhaupt im Konzertleben durchgesetzt. Häufig wird behauptet, es eigne sich nicht für junge Musiker – der in Heilbronn bestens bekannte Geiger Darius Preuß wird den Gegenbeweis antreten. Er, der das HSO-Publikum 2024 mit Chatschaturjans Violinkonzert zu Standing Ovations hingerissen hat, wird uns mit dem Beethoven-Konzert trotz seiner 21 Jahre ebenfalls begeistern. Und schließlich war Joseph Joachim beim erwähnten Konzert unter Mendelssohn erst 13 Jahre alt…
Die Eintrittskarte gilt ab 3 Stunden vor Veranstaltungsbeginn und danach bis Betriebsschluss als Fahrschein in den Bussen und Bahnen des HNV.
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